Season 8 des 2008 eröffneten Projektraumes k48 – Offensive für zeitgenössische
Wahrnehmung,
der weiterhin mit einer Reihe von temporären Interventionen in loser Folge künstlerisch bespielt wird.
Aktuelles Programm 2017 -> 2016 ->2014 -> 2013 -> 2012 -> 2011 -> 2010 -> 2009 -> 2008

k48 – Offensive für zeitgenössische Wahrnehmung
Kirchengasse 48/Lokal 2, 1070 Wien

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Projekt 65: Der finstere Blick (7): Rudi Klein/Günter Mayer: ... Zeit Namen zu nennen
Darkroom Provokation

Die Zeit des Rücksichtnehmens ist vorbei! Es wird wieder schlecht über mehr oder weniger Lebende gesprochen. Sehr, sehr schlecht. Höflichkeiten müssen leider draußen bleiben! Wie weit lehnt man sich im dunklen Raum aus dem Fenster? Ist man gehemmter oder gelöster? Sitzt jemand da, der das nicht hören sollte, was endlich mal aussprochen wird? Eine Unterhaltung zwischen Rudi Klein (bekannter Cartoonist und Freskomaler) und Günter Mayer (Provinzgalerist aus OÖ) und dazu eine Untermalung mit finnischen Coverversionen bekannter Hits.

Termin: 04.12.15, 19 Uhr
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Projekt 64: Der finstere Blick (6): Andrea van der Straeten: Langsame Augen
performative Installation

Als Gustave Courbet 1866 L'Origine du monde [Der Ursprung der Welt] malte, schuf er ein Bild, das 129 Jahre lang vor der Öffentlichkeit verborgen blieb. Als eine Künstlerin sich 2014 im Musée d'Orsay in Paris vor Courbets Bild auf den Boden setzte und den Besuchern das zeigte, was auf dem Gemälde hinter ihr auch zu sehen war wurde sie verhaftet. Das Bild selbst hat es gut: Es kann ruhig an der Wand hängen.
Der schwarze Raum ist das Versteck, der Geburtskanal, in dem die Frage gestellt werden kann, ob es besser ist ein Kunstwerk zu sein oder die Künstlerin?

Termin: 03.12.15, 19 Uhr
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Projekt 63: Susi Jirkuff: Magic Room #2
raumspezifische Videoinstallation

In Magic Room #2 werden animierte Zeichnung und Raum miteinander verknüpft. Die Übergänge sind fliessend, Kontext und räumliche Bedingungen bestimmen die Arbeit mit. Alte Techniken wie Trompe l'oeil und klassische filmische Mittel wie Matte Paintings dienen als Bezugsfelder für eine flüchtige Erweiterung oder Verschiebung des Ausstellungsraumes. Räumliche Illusion, das Spiel mit der Perspektive und Einbeziehen der Betrachter sind elementare Aspekte.

Termin: 17.11.15, 19 Uhr, im Rahmen der VIENNAARTWEEK
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Projekt 62: window performance series #7: Ritornell
Performance

Ein buntes Sammelsurium von Werkzeugen kommt zum Einsatz, wenn Richard Eigner und Roman Gerold sich live auf die Suche nach unerhörten Sounds begeben: Schnee-besen und Klopfspechte, aber auch Kalimbas und das eine oder andere Eigenbau-Instrument bringt das Duo Ritornell ins k48-Schaufenster. In Live-Prozessierungen, zum Beispiel per Modularsynthesizer, werden Klänge dann eingefroren, mikroskopiert, auseinandergefaltet, zerlegt – und mit Experimentierfreude und Augenzwinkern neu zusammengesetzt. Oder auch nicht.

Termin: 20.10.15, 20 Uhr (band on window stage: 20:30 Uhr)
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Projekt 61: Martina Rösler/Anja Kolmanics: Is this a human being? - Who cares
Performance

“...als Furcht vor der Beeinträchtigung des Lebens beeinträchtigen wir das Leben selbst” (Robert Pfaller). Das Leben als Alarmzustand kreiert eine Angstmaschinerie und lässt uns zur Sicherung der Sicherheit alles Riskante meiden. Dieser Abend untersucht, wie normierenden, kontrollierenden und dirigierenden Machtverhältnissen und abgestumpfter Sensibilität neue Richtungen geben werden können. Körper in Stadien der Unsicherheit, Zerbrechlichkeit, erhöhten Wachheit und Aufmerksamkeit, ver-rückte Körperbilder die eine Neuorganisation von Gedankenmodellen ermöglichen. Auf der Suche nach Wendepunkten und Überraschungen darf an das Unerwartet geglaubt werden.

Termin: 22.09.15, Einlass 19:30 Uhr, Performance: 20 Uhr
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Projekt 60: Lotte Schreiber: IMAGE MEMORY 2
interaktive Installation zu cinematischen Erinnerungsräumen

Das k48-Fenster zur Straße wird zur Projektionsfläche eines imaginären Films,
dessen visuelle Ebene nur schemenhaft in Erscheinung tritt. Einzig im Zusammenspiel mit einem in Echtzeit auf die Glasoberfläche aufgetragenen Text wird das kollektive Bildgedächtnis aufgerufen und ein cinematischer Raum generiert. Das Fenster wird zum Screen, die Akteurin zum Teil des frames – ein Kinoabend ohne Kino..

Termin: 25.06.15, 20 Uhr
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Projekt 59: window performance series #6: Fraeulein Hona
Schaufenster-Konzertperformance

Innen an Außen, Teil 6! Nach den Sensationskonzerten von Crazy Bitch In A Cave, Sir Tralala, Chesterfield (Burkhard Stangl & Angélica Castelló), Domink Nostitz und Mira Lu Kovacs & David Six bespielt das Damenquartett Fraeulein Hona die nur 140 cm hohe Schnittstelle zwischen Innen- und Außenraum mit gewitzten, dichten Arrangements, die Geschichten von melancholischen Zimtstangen, blauen Matrosen und verlassenen Plätzen erzählen.

Termin: 27.03.15, 20 Uhr (band on window stage: 20:30 Uhr)
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Projekt 58: Sixtus Preiss: Soundball-Negativ
Installation, Performance

Hören im realen Raum: die Zerstörung der narrativen Struktur des "Von-Vorne-beschallt-Werdens". Der Musiker Sixtus Preiss präsentiert erstmals das Negativ seiner 2013 konzipierten Soundinstallation Soundball (Konzertbeginn 20 Uhr) und stellt es ausgewählten Kompositionen des vergangenen Jahres gegenüber.

Termin
: 04.03.15, 19 Uhr, Performance: 20 Uhr
Ausstellung: 05.-06.03.15, 14-17 Uhr
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Projekt 57: Heidi Pretterhofer: staubfein - Von der Staubwolke zur Assoziationswolke: Vortrag

„We don´t care about forgetting anymore, because we can remember everything.“ (Elena Esposito) Ein bedrohlicher Gedanke, der die Frage aufwirft ob wirklich alles, immer gelagert werden kann, wieviel Inhalt und Material verflüchtigt sich, wird zu ephemeren Staub? Ausgehend von der Getreidelagerung werden die unbeabsichtigten Nebenprodukte (Feinstaub, Reibung, Funken …) von hochrationalisierten Prozessen untersucht, die eventuell zu unbeabsichtigten Kombinationen (Staubexplosio) führen können. Die unausweichliche Anwesenheit von Staub ist die räumliche Aggregation von Zeit. Oder leben wir schon längst in staubfreien Reinräumen?

Termin: 25.02.15, 19 Uhr
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Projekt 56: Barbara Steiner: Über die Schwierigkeiten eine Entscheidung zu treffen
Vortrag

Die Kuratorin und Kunsthistorikerin Barbara Steiner präsentiert Überlegungen, die zwar mit ihrer kuratorischen und publizistischen Arbeit sehr viel zu tun haben, aber in bisherigen Vorträgen keinen Platz gefunden haben. In diesem Zusammenhang spricht sie etwa über ihre Lieblings-künstlerinnen und -künstler, über Museen, die man unbedingt besuchen sollte, und über ihre nicht bzw. nur in Teilen realisierten Vorhaben. Unter dem Stichwort „Überproduktion“ wird sie auch (zu) große Auflagen von Kunstbüchern thematisieren. Dazu passend, bekommt jeder anwesende Gast ein Exemplar der Bücher Scenarios about Europe, 2012, und The Europen-Book, 2013, geschenkt.

Termin: 27.01.15, 19 Uhr
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Kurator: Oliver Hangl

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